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Der richtige Nachfolger für Exchange 5.5

Auch acht Jahre nach dem Release und zwischenzeitlich zwei neuen Versionen ist der Anteil der Anwender des Exchange Server 5.5 immer noch hoch. Das US-Analystenunternehmen Ferris Research, das sich auf den Messaging-Markt spezialisiert hat, gibt an, dass derzeit noch rund 40 Prozent aller Exchange-Installationen auf dem Exchange Server 5.5 basieren.

Das Verharren der Kunden beim Exchange Server 5.5 hat mehrere Gründe. Zum einen gibt es in der IT immer noch einen erheblichen Investitionsstau aus den vergangenen Jahren, als Budgetreduzierungen keine größeren Migrationsprojekte zuließen, wie es die Umstellung vom Exchange Server 5.5 auf eine neuere Version bzw. einen anderen Messaging-Server darstellt. Dieser Investitionsstau löst sich nur langsam auf.

Auch die Philosophie des „never touch a running system“ mit generell längeren Zyklen für den Einsatz sowohl von Server- als auch Client-Lösungen trägt zu den zitierten Zahlen bei. Allerdings machen sich gerade bei einem System wie Exchange Server 5.5 aus verschiedenen Gründen wie dem Ende des Supports und der anstehenden Migration auch des meist verwendeten Basisbetriebssystems Windows NT Server 4.0, aber auch durch funktionale Einschränkungen im Vergleich zu moderneren Messaging-Systemen, beispielsweise beim Umgang mit Spam-Mails oder den Webclients, die Grenzen einer solchen Philosophie deutlich bemerkbar.

Falls für andere Dienste als das Messaging andere Betriebssysteme favorisiert werden, steht man vor der Herausforderung der Integration des Active Directory mit anderen Verzeichnisdiensten und mithin einem komplexen Meta Directory-Projekt. Aber auch in reinen Windows Server-Umgebungen ist der Planungsaufwand hoch. Viele Kunden fahren, bedingt unter anderem durch die speziellen Schemaanpassungen für den Exchange Server und die oft vom Active Directory abweichenden Verzeichnisstrukturen, eine Strategie mit getrennten Active Directory-Instanzen für den Exchange Server und die weiteren Serverdienste.Auch in diesen Szenarien ist die grundsätzlich komplexe Integration zwischen mindestens zwei Active Directory-Forests erforderlich.

Lotus Domino 6.5 als Alternative

In dieser Situation, in der Upgrades auf ein neueres Messaging-System unausweichlich sind, der Schritt zu einer neuen Exchange Server-Version aber faktisch zu einem Migrationsprojekt führt, stellt sich für Unternehmen die Frage nach Alternativen. Wenn man ohnehin ein solches Projekt durchführt, bietet sich der offene Blick auf Alternativen an. Es gibt viele Exchange 5.5-Kunden, die dabei Lotus Domino als zukünftige Messaging-Plattform in Betracht ziehen. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen:

  • Die Migrationskosten können in vielen Projekten geringer als für den Umstieg auf den Exchange Server 2000/2003 sein.

  • Das Serverbetriebssystem kann weitgehend frei gewählt werden. Neben verschiedenen Windowsversionen läuft Lotus Domino beispielsweise auf Linux, Solaris und der IBM iSeries. Bei Windows werden alle Versionen ab dem Windows NT Server 4.0 unterstützt, so dass die Abhängigkeit zwischen Betriebssystem, Verzeichnisdienst – Domino arbeitet mit dem eigenen Domino Directory – und Messaging-System entfällt. Das erleichtert auch zukünftige Upgrades in allen Bereichen.

  • Diese Flexibilität gilt aber nicht nur für das Serverbetriebssystem, sondern auch für die Clients. Der Lotus Notes-Client als eine der Optionen ist nicht nur für Windows (ab Windows 95), sondern auch für das MacOS und damit den Apple Macintosh verfügbar. Mit leistungsfähigen Webclients (Domino Web Access), der Unterstützung für POP3 und IMAP4 und dem Eclipsebasierenden Workplace Rich Client steht eine breite Palette weiterer Clients zur Auswahl. Besonders wichtig in Exchange-Migrationsprojekten ist aber die Unterstützung des dort meist verwendeten Outlook-Clients. Mit Domino Access for Microsoft Outlook gibt es auch hier eine enge Integration, die sich aus Sicht des Anwenders weitgehend so darstellt wie die gewohnte Verbindung mit dem Exchange Server.

  • Viele Kunden nennen neben der Wahlfreiheit bezüglich der Client- und Serverplattformen aber noch ein anderes Argument für ihre Entscheidung, Domino und Notes einzusetzen: Die Sicherheitsrisiken sind aus ihrer Sicht geringer. Die Anzahl der bekannten Bedrohungen und sicherheitsrelevanten Patches ist auf dieser Plattform minimal. Das liegt unter anderem an der sehr differenzierten Steuerung der Ausführung aktiver Inhalte.

  • Die Stabilität und Skalierbarkeit von Lotus Domino 6.5 sind fast schon legendär. Größte DAX-Unternehmen setzen das System ebenso flächendeckend ein wie führende internationale Unternehmen. IBM selbst ist einer der prominentesten Nutzer von Lotus Notes/Domino. Durch die Verfügbarkeit auf unterschiedlichsten Betriebssystemen bis hin zu z/OS gibt es keine Grenzen bei der Skalierbarkeit. IBM und Partner liefern zudem hochskalierbare Storage-Lösungen und andere Komponenten, die für den Betrieb von zuverlässigen, sicheren Messaging-Infrastrukturen erforderlich sind.

  • Der Blick zurück in die Vergangenheit ebenso wie auf die bekannte Roadmap für die weitere Entwicklung von Notes und Domino macht deutlich, dass die Kompatibilität zwischen verschiedenen Releases eine sehr wichtige Rolle spielt. Der Schritt von Domino 4.6 zur Version 6.5 bringt zwar viele Neuerungen, ist aber mit wenigen zwingenden Änderungen verbunden – ein Upgrade ist eben kein Migrationsprojekt.

  • Lotus hat ein konsequentes Konzept für Aktualisierungen. Im Gegensatz zu seltenen Service Packs, zwischen denen es nur explizit von Microsoft als nicht voll ausgetestet bezeichnete Hotfixes gibt (vergleiche z.B. http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;en-us;301361), liefert Lotus in regelmäßigen Abständen Aktualisierungen – und das nicht nur für das neueste Release, sondern auch über einen längeren Zeitraum noch für ältere Versionen. Der Status dieser Aktualisierungen ist jederzeit online einsehbar.

Diese Gründe machen deutlich, warum auch bei einer generellen bisherigen Zufriedenheit mit dem Exchange Server und selbst bei einer Entscheidung für eine Windows-Serverstrategie und Active Directory-Verzeichnisdienststrategie eine Evaluation von Lotus Domino 6.5 als Alternative im Bereich des Messaging sinnvoll ist. Sprechen Sie mit uns und lassen Sie sich unverbindlich beraten.

Ausführliches Infoblatt zum Thema:

Lotus Spezial.pdf

 


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