Als die Nachricht im Oktober 2018 die Runde machte, IBM werde Red Hat für 34 Milliarden US-Dollar übernehmen, fielen die Reaktionen auf diesen „Megadeal“ höchst unterschiedlich aus. Die einen bewerteten den Kauf des Red Hat-Produktportfolios durch IBM gerade zu euphorisch, aber auch Mahner waren zu vernehmen. Doch wie verhält sich der Zusammenschluss beider Unternehmen aus heutiger Sicht? Ein Erklärungsversuch.

Nachdem im Mai 2019 das amerikanische Justizministerium und Ende Juni desselben Jahres die EU ihre Zustimmung zu der Übernahme von Red Hat seitens IBM erteilt hatten, konnte sich „Big Blue“ daran machen, den Druck auf die Hyperscaler dieser Welt zu erhöhen. Denn mit Red Hat kaufte IBM nicht nur deren Know-how und Technologien rund um das Thema Cloud Computing, sondern auch die notwendigen Zutaten für den deutlichen Ausbau des eigenen Hybrid-Cloud-Geschäfts. Schließlich sollte die bereits existierende Kundenbasis mithilfe moderner und zukunftstauglicher Technologien und Tools in das Zeitalter der Cloud-Transformation überführt werden. Zu diesen Werkzeugen zählen OpenShift, Kubernetes und Red Hat Enterprise Linux.

OpenShift kommt immer dann zum Einsatz, wenn Unternehmen ihre eigenen Cloud-Anwendungen programmieren. Dabei steht eine offene Hybrid-Cloud im Vordergrund, die das schnelle Entwickeln und Bereitstellen von benötigten Applikationen ermöglicht. Das Gute daran: Egal, in welcher Public Cloud die Anwendungen genutzt werden sollen, Red Hat OpenShift ist aufgrund seiner offenen Architektur mit den bekannten Hyperscalern wie IBM Cloud, AWS und Co. kompatibel. Damit stehen die bekannten Cloud-Plattformen applikations-übergreifend zur Verfügung.

Enterprise Linux stellt die technische Basis von Red Hat OpenShift-Cloud-Umgebungen dar. Dieses Linux-Derivat ist bei Public Cloud-Anbietern wie AWS und Google Cloud Teil der Cloud-Installation. Das garantiert eine bestmögliche Kompatibilität der Anwendungen – egal, auf welcher Hyperscaler-Umgebung sie zum Einsatz kommen. Im Vordergrund stehen dabei natürlich IBM Power-Systeme genauso wie IBM Z-Mainframe-Rechner. Aber auch ARM-Mikroprozessoren, die in Cloud-Umgebungen zum Einsatz kommen, sind Red Hat Enterprise Linux-tauglich.

Kubernetes stammt ursprünglich von Google und wurde als Open-Source-Projekt der Allgemeinheit zur freien Nutzung bereitgestellt. Kubernetes stellt eine Administrationsumgebung zur Verfügung, mit deren Hilfe Container-basierte Anwendungen mit relativ geringem Aufwand auf den gewünschten Cloud-Umgebungen bereitgestellt werden können. Damit sind neue Programmversionen in kürzester Zeit möglich, ohne dass die komplette IT-Plattform jedesmal angepasst werden muss. Zudem lässt sich die Anwendungsentwicklung damit besser überwachen und kontrollieren.

Red Hat Marketplace für die schnelle Integration benötigter Anwendungen

Das Gute an einer Red Hat-basierten Cloud ist auch deren zugehöriger Marketplace. Darin befinden sich Dutzende von Anwendungen, die zu 100 Prozent in der jeweiligen Cloud-Umgebung laufen. Hierbei stehen Applikationen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz/Machine Learning genauso bereit wie Datenbank-Anwendungen und Tools für das Überwachen und Messen der eigenen IT-Cloud-Umgebung. Das macht den Einstieg in die Hybrid-Cloud deutlich einfacher, da die Unternehmen ihre bereits bestehenden Applikationen nicht erst für die Cloud lauffähig machen müssen.

Pitagora ist Ihr Hybrid-Red-Hat-Cloud-Partner

Der Übergang in die Hybrid-Cloud mit Red Hat stellt sich für viele Unternehmen als einzig gangbarer Weg dar, was die Modernisierung ihrer IT-Umgebung betrifft. Hierbei ist ein zuverlässiger und erfahrener IT-Partner wie Pitagora unabdingbar. Falls Sie also mithilfe von Red Hat OpenShift und Pitagora als langjähriger IBM-Partner Ihre eigene Hybrid-Cloud realisieren möchten, freuen wir uns auf Ihre Nachricht. Nehmen Sie hierzu entweder via E-Mail oder per Telefon Kontakt mit uns auf.

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